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13. Ringvorlesung Gender Studies: Biopolitiken aus queer-feministischer und postkolonialer Perspektive II

Öffentliche Vortragsreihe im Sommersemester 2013 | Campus der Universität Wien | Hof 2.10 Spitalgasse 2-4, 1090 Wien

Im Zentrum der zweisemestrigen interdisziplinären Ringvorlesung stehen sowohl historische als auch gegenwartsbezogene Analysen unterschiedlicher Facetten biopolitischer Entwicklungen. Aus queer-feministischer und postkolonialer Perspektive richten wir die Aufmerksamkeit auf ein Phänomen, das Michel Foucault als "den Eintritt des Lebens und seiner Mechanismen in den Bereich der bewussten Kalküle" bezeichnet hat. Seit dem 18. Jahrhundert ist die Bevölkerung als politisches, ökonomisches, wissenschaftliches und biologisches "Problem" in den Mittelpunkt eines stetig wachsenden öffentlichen und staatlichen Interesses gerückt, das es durch gezielte Eingriffe zu regulieren und zu optimieren gilt.

Im Sommersemester 2013 setzt sich die Ringvorlesung insbesondere mit dem Themenfokus von biopolitischer Gouvernementalität und modernen Bioökonomien auseinander. Dabei geht es um normative Grundlagen ebenso wie um konkrete Auswirkungen von Biopolitiken auf Aus- und Einschlüsse "Anderer" in neu gerahmte Formen von "biological citizenship". Biokapitalismus und Biowertproduktion werden queer-feministisch hinterfragt, Zusammenhänge zwischen Biopolitiken und Entwicklungspolitiken sowie ihre Einbindung in koloniale Konzeptionen und bio-technologische Netzwerke aufgezeigt.

Programm

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Die öffentliche Ringvorlesung kann im Rahmen des MA Gender Studies im Focusmodul sowie im Erweiterungscurriculum Gender Studies prüfungsimmanent belegt werden.

Organisation

Univ.-Prof.in Dr.in Sigrid Schmitz, Dr.in Sushila Mesquita, Universität Wien

Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0