Masterstudium Gender Studies (Version 2020)

Symbolbild

Das Ziel des Masterstudiums Gender Studies an der Universität Wien ist die Vermittlung der Wirkmacht von Geschlechterkonstruktionen, -kodierungen, -verhältnissen und -ordnungen in Wissenschaft und Gesellschaft. Dabei wird Geschlecht stets als intersektionales Herrschafts- und Machtverhältnis gefasst. Auf dieser Basis werden ungleichheitsgenerierende Effekte in verschiedenen historischen und aktuellen Zusammenhängen sowie in unterschiedlichen globalen Kontexten untersucht.

Die immanente Inter- und Transdisziplinarität der Gender Studies ermöglicht einen Transfer von Methoden und Epistemen sowie eine Vernetzung unterschiedlicher Wissenschaftskulturen und -traditionen in der gesamten Breite der Ansätze innerhalb der Gender Studies.

Das Masterstudium Gender Studies besteht ausschließlich aus Pflichtmodulen. Der Arbeitsaufwand für das Masterstudium Gender Studies beträgt 120 ECTS-Punkte und entspricht einer vorgesehenen Studiendauer von vier Semestern. Das Studium ist abgeschlossen, wenn 95 ECTS-Punkte gemäß den Bestimmungen in den Pflichtmodulen, 21 ECTS-Punkte gemäß den Bestimmungen über die Masterarbeit und 4 ECTS gemäß den Bestimmungen über die Masterprüfung positiv absolviert wurden.

Module im Überblick:

Module und Studieninhalte

PM 1: Zentrale Themen und Fragestellungen 30 ECTS

Die Studierenden verfügen über grundlegendes Wissen über wissenschaftshistorische Entwicklungen, die thematische Bandbreite und aktuelle Debatten der Gender Studies. Sie kennen zentrale Texte und Ansätze unterschiedlicher Strömungen und Positionen innerhalb der Frauen-, feministischen und Genderforschung. Sie  haben ein interdisziplinäres Verständnis der Einordnung von „Geschlecht“ in Wissenschaft und Gesellschaft. Dabei werden verschiedene Machtverhältnisse wie z.B. Sexismus, Heteronormativität, Rassismus, Ableismus und Kolonialismus als miteinander interagierend verstanden. Die Studierenden können diese Herangehensweisen anhand aktueller trans- und interdisziplinärer Debatten und Interventionen reflexiv umsetzen. Sie verfügen über Fähigkeiten, mit wissenschaftlicher Literatur kritisch umzugehen und zentrale Fragestellungen für das eigene wissenschaftliche Arbeiten aufzubereiten  und  zu  verschriftlichen.  Von Bedeutung sind hierbei der Einblick in aktuelle Debatten und Interventionen ebenso wie die Verknüpfung von Forschung und Praxis, Aktivismus und künstlerischen Zugängen.

Besteht aus:

  • VO Zentrale Themen und Fragestellungen der Gender Studies (npi) 5 ECTS  2 SSt. 
  • UE Zentrale Themen und Fragestellungen der Gender Studies (pi) 5 ECTS 2 SSt. 
  • VU Aktuelle Debatten und Interventionen (pi) 5 ECTS 2 SSt. 
  • UE Guided Reading (pi) 7 ECTS 2 SSt. 
  • SE Kritische wissenschaftliche Praxis (pi) 8 ECTS 2 SSt.

PM 2: Theoretische Perspektiven und methodische Zugänge 20 ECTS

Modulziel:

Die Studierenden sind mit wesentlichen theoretischen Perspektiven und methodischen Zugängen der Gender Studies vertraut. Sie verfügen über Kompetenzen, historische und aktuelle wissenschaftsreflektierende, epistemologische und methodologische Ansätze der Gender Studies zu hinterfragen sowie ihre Relevanz für wissenschaftliche und gesellschaftliche Anwendungsfelder herauszuarbeiten. Sie können darüber hinaus Theorien und Methoden zueinander in Bezug setzen und selbstständig anwenden.

Besteht aus:

  • VO Theoretische Perspektiven (npi) 5 ECTS, 2 SSt. 
  • VO Methodische Zugänge (npi) 5 ECTS, 2 SSt.
  • SE Forschungsseminar (pi) 10 ECTS, 4 SSt.

PM 3: Individuelle Schwerpunktsetzung 35 ECTS

Modulziel:

Die Studierenden verfügen durch die Auseinandersetzung mit individuell gewählten Themen über vertiefte und erweiterte interdisziplinäre Kenntnisse und Kompetenzen. Dazu gehören etwa kritische post- und dekoloniale, queere und trans sowie intersektionale feministische Perspektiven.

  • Studierende wählen nach Maßgabe des Angebots prüfungsimmanente und/oder nicht-prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen im Gesamtausmaß von 35 ECTS, ausgenommen Lehrveranstaltungen des Studiums, aufgrund dessen die Zulassung erfolgte. 
  • Zudem ist es möglich, im Rahmen der Individuellen Schwerpunktsetzung ein Praktikum (PR) im Umfang von max. 10 ECTS durchzuführen sowie die UE Berufsfelder Gender Studies (pi) im Umfang von 6 ECTS 2 SSt zu absolvieren. 
  • Es müssen zumindest zwei Seminare aus dem Masterstudium Gender Studies, die für dieses Modul angeboten werden, absolviert werden (jeweils 8 ECTS 2 SSt). Die für dieses Modul in Frage kommenden Lehrveranstaltungen  werden im je aktuellen  Vorlesungsverzeichnis des Masterstudiums Gender Studies (u:find) ausgewiesen. 
  • Gewählte Lehrveranstaltungen aus anderen Studiengängen bzw. das Praktikum sind von der Studienprogrammleitung Gender Studies im Voraus zu genehmigen.

PM Mastermodul 10 ECTS

Voraussetzung:

  • Erfolgreiche Absolvierung des PM 1

Die Studierenden verfügen über Kompetenzen zur Konzeption und Ausarbeitung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten. Sie sind in der Lage, ihre wissenschaftlichen Arbeiten in jedem Stadium erfolgreich zu präsentieren und ihre Argumentation stringent in trans- und interdisziplinären Kontexten zu kommunizieren.

Besteht aus:

  • UE Proposal-Workshop (pi) 5 ECTS, 2 SSt. 
  • SE Masterseminar (pi) 5 ECTS, 2 SSt.

Die erfolgreiche Absolvierung der UE Proposal-Workshop (pi) ist Voraussetzung für die Belegung des Masterseminars. 

Das Masterseminar kann auch in einer äquivalenten Lehrveranstaltung bei der jeweiligen Betreuungsperson belegt werden und ist in diesem Fall von der Studienprogrammleitung im Voraus zu genehmigen.

Masterarbeit 21 ECTS

Die Masterarbeit dient dem Nachweis der Befähigung, wissenschaftliche Themen selbständig sowie inhaltlich und methodisch vertretbar zu bearbeiten. Die Aufgabenstellung der Masterarbeit ist so zu wählen, dass eine Bearbeitung innerhalb von sechs Monaten möglich und zumutbar ist.

Weiterführende Informationen:

Masterprüfung 4 ECTS

Voraussetzung für die Zulassung zur Masterprüfung ist die positive Absolvierung aller vorgeschriebenen Module und Prüfungen sowie die positive Beurteilung der Masterarbeit.   

Die Masterprüfung ist eine Defensio. Sie besteht aus der Verteidigung der Masterarbeit und einer Prüfung über deren wissenschaftliches Umfeld. Die Beurteilung erfolgt gemäß den studienrechtlichen Bestimmungen der Satzung (§9).

Weiterführende Informationen:

 Vollständiges Curriculum als Download (Mitteilungsblatt 2020, Nr 137))