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Frida Kahlo (von Elisabeth Magdlener)

Frida Kahlo wurde am 06. Juli 1907 in Coyoacan, Mexiko, geboren. In ihrem Leben ist sie sehr stark mit DisAbility und Schmerzen konfrontiert. Mit 6 Jahren bekommt sie Poliomyelitis. Am 17. September 1925 ist sie in einen tragischen Busunfall involviert auf Grund dessen sie ihr Leben lang starke Schmerzen und Beeinträchtigungen hatte.

Frida Kahlo ist eine starke Frau und Persönlichkeit, die ihr Leben in vollen Zügen lebte, ganz nach dem Motto "Viva la vida". Das Malen ist für Frida eine Leidenschaft in der sie ihre Lebenssituation zum Ausdruck bringt. Diese wird, so wird behauptet, zur Motivation für ihre Malerei. In ihren Bildern malt sie ihre seelische und körperliche Befindlichkeit. Beispielsweise malt sie über ihren Unfall das Bild "Unfall" (1943) oder "Die gebrochene Säule" (1944), in dem sie ihrem Gesundheitszustand Ausdruck verleiht. Mit ihrem Unfall beginnt Fridas unsterbliches Werk.

Am 21. August 1929 heiratet Frida Kahlo den berühmten Maler Diego Rivera. Trotz der sehr schwierigen Beziehung mit ihm, in der es ständig Aufs und Abs gibt, lässt sie sich nicht unterkriegen und bietet ihm Parole. Wie keine andere Malerin vor ihr, fordert sie ihr Recht auf Selbstbestimmung ein. Auch sie nimmt sich ihre Affären heraus, auch mit Frauen. Im Schatten Diegos Politattitüden steht sie trotzdem für ihre Malerei ein und zieht das Ihre durch. Von der Männerdomäne lässt sie sich nicht abschrecken. 1938 reist Frida Kahlo in die Vereinigte Staaten für eine eigene Ausstellung. Am 6. November 1939 lässt sie sich von Rivera scheiden. Im Anschluss daran entsteht das Bild "Selbstbildnis mit abgeschnittenem Haar" (1940). Die Geschichte im Hintergrund ist ein sehr feministischer Akt. 1939 schneidet sich Frida Kahlo als Antwort auf die Affäre ihres Mannes mit ihrer Schwester Christina und der im nächsten Jahr folgende Scheidung die Haare ab. Frida war eine sehr temperamentvolle Frau. Der Akt selbst steht für Wildheit und Stolz. Sie rächt sich damit an Diego, der ihre langen Haare als Zeichen ihrer Weiblichkeit über alles liebe, was auch eine bestimmte Aggression und Wut beinhaltet.

Doch am 08. Dezember 1940 heiratet sie Rivera erneut. Trotz der schwierigen Verhältnisse ist die Liebe/ Abhängigkeit beiderseits zu groß. Die beiden können nicht miteinander leben, aber auch nicht ohne einander, heißt es.

1942 beginnt Frida Kahlo an der Kunstakademie Malerei zu unterrichten. Das Einstehen (für ihre Malerei) und ihr Kampf um gleiche Anerkennung haben sich gelohnt. Sie ist immer ihre eigenen Wege gegangen.

Einige Jahre später stirbt Frida Kahlo. Nach ihrem Tod wird sie weltweit zur Ikone. Ihre Werke haben bis heute starke und fortwirkende internationale Faszination und Ausdruckskraft. 

Quellen:

  • Herrera, Hayden (2008): Frida Kahlo: Ein leidenschaftliches Leben. Frankfurt am Main: Fischer.
  • Kettenmann, Andrea (2009): Kahlo. Köln: Taschen.
  • Film: "Frida", R.: Julie Taymor. USA/Kanada (2002).
  • Internet: Ackermann, Tim (2007): Auf Vogelschwingen. In: Die Welt. 06.07.2007. Online im WWW unter URL: www.welt.de/welt_print/article1001879/Auf-Vogelschwingen.html. (Download: 13.03.2015).
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