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Workshop mit Smilla Ebeling (Oldenburg): Vom Einzeller bis zum Säugetier – Geschlechterwissen im Naturhistorischen Museum (29.11.2014)

Museen als Orte der Identitätsproduktion zu untersuchen ist seit den 1980er Jahren ein an­haltendes Forschungs­thema wie zum Beispiel die diesjährige Fachtagung der Deutschen Gesell­schaft für Volkskunde „Identitätsfabrik reloaded – Museen als Resonanzräume kultureller Vielfalt und pluraler Lebensstile“ zeigt.

In dem Workshop behandeln wir Museen als Orte der Identitäts- und Wissens­produktion, an der ver­schiedene Akteur_innen seitens der Museen und der Be­sucher_innen beteiligt sind. Inhaltlich fokussieren wir dabei den Themen­­be­reich „Gender“ in Verbindung mit musealen Präsentationen von Natur. Wir fragen danach, welches Wissen über die Geschlechter, ihre Ver­hältnisse zueinander und über die ge­sell­schaftliche Ge­schlechterordnung im Museum entsteht.

Welche Ge­schlechter­identitäten und sexuelle Orien­tie­run­gen finden sich in Museen, und werden sie als naturgegeben und unveränderlich oder als wandel­bare sozio-kultu­r­elle Konstruktionen präsentiert? Die museale Wissens­pro­duktion der heutigen heterogenen Gesellschaft wird dabei im Spannungsfeld von Hetero­nor­ma­­tivität und Queer Theory betrachtet.

Exkursion ins Naturhistorische Museum Wien

Der eintägige Workshop unter der Leitung von Dr.in Smilla Ebeling beinhaltet eine vorbe­reitende Text­­lektüre, Seminar­sitzungen und eine Exkursion ins Naturhistorische Museum Wien sowie eine nachbereitende schrift­­liche Aus­­­­arbeitung zur Ergebnissicherung. 

Grundlagenkenntnisse der Gender Studies und die Fähigkeit zur Lektüre englischsprachiger Texte werden vor­aus­gesetzt. Falls vor­handen, bitte Digitalkameras und Diktiergeräte mitbringen.  

Dr.in Smilla Ebeling ist Biologin und promovierte Wissenschaftshistorikerin. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen in den Gender & Science Studies, Animal Studies und in der Museumsforschung. Seit 2013 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Fakultät für Sprach- und Kulturwissenschaften, Institut für Materielle Kultur) im Rahmen des Projekts "Opens external link in new windowNeue Heimatmuseen als Institutionen der Wissensproduktion" tätig. 

Termin

29. November 2014, 9 -18 Uhr

Ort

Seminarraum SG 1, Sensengasse 3, (Bauteil 1) 1090 Wien

Anmeldung erforderlich

Wir bitten um Anmeldung bis 24. November 2014 an dorith.weber@univie.ac.at (begrenzte Teilnehmer_innenzahl). 

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