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Workshop mit Abendvortrag: Discussing the Contributions of Psychoanalysis to Gender Theory (8. Juni 2010)

Die emeritierte Professorin für Psychoanalyse und Gender Studies der Universität Cambridge Juliet Mitchell war am 8. Juni 2010 "Special Guest" des vom Referat Genderforschung organsierten Graduiertenworkshops.

Gemeinsam mit der Philosophin Eva Laquièze-Waniek und der Philosophin und Ärztin für Psychiatrie Ulrike Kadi (beide Institut für Philosophie der Universität Wien) diskutierte sie mit Studierenden des Masterstudiums Gender Studies den Beitrag der Psychoanalyse zum Verständnis von Sexualität, Körper und Geschlecht. Am selben Abend hielt Juliet Mitchell dann noch einen Gastvortrag, der unter dem Titel "`My Sibling, my Love´ – Siblings and Gender in Psychoanalysis" in Kooperation mit der Ringvorlesung Gendered Subjects IX "Obskure Differenzen: Psychoanalyse und Gender Studies" stattfand.

Grande Dame der Women’s Studies

Juliet Mitchell gehört zu den Großen der Women's und Gender Studies. Ihr Essay "Women: The Longest Revolution" (1966) ist ebenso ein feministischer Klassiker wie ihr Buch "Psychoanalysis and Feminism" (1974), das in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. In ihren Monographien "Mad Men and Medusa. Reclaiming Hysteria and the Sibling Relationship for the Human Condition" (2000) und "Siblings. Sex and Violence" (2003) entwickelt die Psychoanalytikerin und Feministin aktuelle Beiträge der Psychoanalyse zur Gender Theorie.

Engagierte Beiträge

Die Impulsfragen an die Wissenschafterinnen, die im Zuge des Seminars "Psychonanalyse und Feminismus" im Focusmodul des Masterstudiums Gender Studies unter der Leitung von Eva Laquièze-Waniek erarbeitet wurden, stellten die Masterstudierenden Fleischmann Alexander, HabrichTheresa, Karner Ulrike,  Kumrow David, Metzler Christine, Oberperfler Theodora, Posch Elisabeth, Prunner Berglind,  Sadounig Diana, Schraml Christina und Tanner Ulrike. Die Moderation des Tages gestalteten Marlen Bidwell-Steiner (Institut für Romanistik) sowie Katrin Lasthofer und Maria Katharina Wiedlack (beide Referat Genderforschung).

Erfolgreiches Format

Der Graduiertenworkshop gehört mittlerweile zu den fixen Aktivitäten des Referats Genderforschung. Im Studienjahr 2010/11 stand das Thema "Psychoanalyse und Gender Studies" im Mittelpunkt; die von Marlen Bidwell-Steiner organisierte Ringvorlesung "Obskure Differenzen…" im Focumodul des Masterstudiums Gender Studies gab dem Workshop seine umfassende thematische Rahmung.

Zum Nachlesen: Online-Reader

Ein Reader mit einer Auswahl an Texten, die in Anlehnung an Workshop und Seminar von den Teilnehmer_innen entstanden, macht die Ergebnisse dieser Veranstaltung nochmals einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich und steht als PDF-Download auf der Website des Referats Genderforschung zur Verfügung.

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