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Workshop mit Abendvortrag: Gender - Technik - Leistung (7.6.2011)

Am Dienstag, den 7. Juni 2011, fand an der Universität Wien der interdisziplinäre Workshop "Gender – Techik – Leistung" statt. AbsolventInnen und Studierende des Masterstudiums Gender Studies der Universität Wien diskutierten mit drei Expertinnen und Publikum über die Verschränkung von Technologien und Geschlecht in der Leistungsgesellschaft.

Panel "Körperformation(en)"

Grit Höppner

Panel "Pimp Your Brain!"

Petra Schaper-Rinkel

Panel "Care without Revolution?!"

Bettina Haidinger

In drei Panels unter den Titeln "Körperform(ation)en", "Pimp Your Brain!" und "Care without Revolution?!" stellten die Studierenden engagierte Fallstudien vor, die sie während des Semesters unter Anleitung von Professorin Sigrid Schmitz entwickelt und durchgeführt hatten. Im Anschluss an die Präsentationen standen Wissenschafterinnen aus den jeweiligen Fachgebieten für kritische Anmerkungen und die gemeinsame Debatte zur Verfügung.

Kieser-Training

Elisabeth Friedl, Eva Horvatic, Elisabeth Lummerstorfer und Katharina Mrak untersuchten im Panel I am Beispiel des Kieser-Trainings die damit verbundenen Praktiken und Ansprüche an den eigenen Körper. Die Respondenz gestaltete Grit Höppner, Dissertantin an der Universität Wien. Die Moderation übernahm Maria Katharina Wiedlack vom Referat Genderforschung.

Gehirndoping

Im zweiten Panel, moderiert von Sigrid Schmitz, präsentierten Elisabeth Anna Guenther, Janine-Isabelle Fischer, Manuela Stein und Tom Gilady die Ergebnisse ihrer Studierenden-Interviews zu deren Positionen gegenüber Hirndoping. Als Respondentin konnte die Technologieforscherin und Genderexpertin Petra Schaper-Rinkel (Austrian Institute of Technology, Wien) gewonnen werden.

Ganztagsschule

Das dritte Panel stand im Kontext der feministischen Diskurse zur Neubewertung der Care-Arbeit. Doris Pichler, Heike Fleischmann, Gabriele Margarete Einsiedl und Teresa Elisabeth Howorka stellten in ihrer Fallstudie die Frage, ob das Konzept der Ganztagsschule in Wien innerhalb der bestehenden Marktlogiken einen emanzipatorischen Charakter zur Aufwertung von Care-Arbeit entfalten könne. Die Arbeitsmarktforscherin Bettina Haidinger (FORBA, Wien) gab die Respondenz. Stefanie Wöhl, Referat Genderforschung, moderierte.

Vortrag: Neubewertung von "Care"

Den abschließenden Abendvortrag um 18 Uhr hielt die Sozialwissenschafterin Bettina Leibetseder vom Institut für Gesellschaftspolitik der JKU Linz. In ihrer Präsentation zum Thema "Neubewerung von Care - ein Weg aus der Leistungsgesellschaft?" unterzog Bettina Leibetseder die Care-Debatte einer kritischen Revision im Fokus feministischer Politikkonzepte. Die Lecture fand gemeinsam mit der Ringvorlesung "Sind wir nie modern gewesen?! Gender in der technologisierten Leistungsgesellschaft", Studienjahr 2010/11 statt.

Die Veranstaltung wurde mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung realisiert.

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