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Workshop: Body meets Brain (2009)

Studierende des Masterstudiums Gender Studies an der Universität Wien diskutierten am 9. Juni 2009 mit Wissenschafterinnen und Interessierten aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Feldern über die Verschränkungen von Naturwissenschaft, Technologie und Geschlecht.

Panel: Nature or Nurture?

Das erste Panel widmete sich aus wissenschaftskritischer Perspektive einigen Grunddebatten zu Embodiment aus Sicht der Kulturwissenschaften. Als Respondentin war die Philosophin Susanne Lettow (Wien/Paderborn) zu Gast. Die Inputs gestalteten Barbara Hamp, Andrea Maria Klement und Birgit Coufal aus dem Masterstudium Gender Studies. Die Moderation übernahm Maria Katharina Wiedlack (Referat Genderforschung).

Panel: Embodiment and Neuro Sciences

Die Biologin Sigrid Schmitz vom Institut für Informatik und Gesellschaft in Freiburg sowie Steffi Bielowski (Studium Physik, Philosophie, Universität Wien), Stefan Heißenberger und Delvina de Franca-Puljic (beide Masterstudium Gender Studies) bestritten das zweite Panel mit Moderatorin Katrin Lasthofer vom Referat Genderforschung. Die Fragen lenkten den geschlechterkritischen Blick verstärkt auf Neurowissenschaften und Hirnforschung.

Panel: Matter, Forms and Formulas

Die Leitfrage für den abschließenden Themenbereich war, wie Verschränkungen von Naturwissenschaften, Technologie und Genderforschung die Grenzen zwischen Dichotomien wie Natur/Kultur, Menschlich/Nicht-Menschlich, Objekt/Subjekt, Mensch/Maschine, Materialität/Diskurs herausfordern oder verwischen können. Was können solche Theorien zum Verständnis von Geschlechtlichkeit, Körper und Sexualität beitragen? Der Schwerpunkt lag auf der Auseinandersetzung mit der Theorie Karen Barads. Die Mathematikerin und Informatikerin Corinna Bath, derzeit Gastwissenschaftlerin am für Sozialforschung der Universität Graz antwortete auf die Inputs der Panelists Thomas Madl und Betina Aumair (beide: Masterstudium Gender Studies). Durch das dritte Panel führte Marlen Bidwell-Steiner (Referat Genderforschung).

Die Abend-Lecture hielt Corinna Bath zum Thema ihrer Dissertation "De-Gendering informatischer Artefakte. Grundlagen einer kritisch-feministischen Technikgestaltung", eingereicht an der Universität Bremen im Frühjahr 2009.

Best-Practice-Brunch

Der nächste Vormittag stand ganz im Zeichen des "Networking". Bei Kaffee und Bagels kamen WissenschaftlerInnen und EntscheidungsträgerInnen unterschiedlicher Institute über mögliche Kooperationen und Schnittstellen zwischen Gender Studies und den Natur- und Lebenswissenschaften an der Universität Wien ins Gespräch. Die Panelists des Vortages Sigrid Schmitz, Susanne Lettow und Corinna Bath stellten ihre Expertise und Erfahrungen mit ähnlichen Kooperationen an anderen Universitäten zur Verfügung.

Organisation

Eine Veranstaltung des Referats Genderforschung (Konzept: Marlen Bidwell-Steiner) in Zusammenarbeit mit Studierenden des Masterstudiums Gender Studies. Realisiert mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung sowie IDee - Interdisziplinäres Dialogforum an der Universität Wien. Die begleitende Lehrveranstaltung im Focusmodul leiteten Marlen Bidwell-Steiner und Maria Katharina Wiedlack.

Reader

Die Publikation zum Workshop steht auf unserer Website zur Verfügung: Reader "Gender, Science and Technology"

Kontakt

T: +43-1-4277-18452


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