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Symposium: Representation – Revisited (17.04.2015, 13-18 Uhr)

Das interdisziplinäre Symposium "Representation - Revisited" des Referats Genderforschung nahm die von Maia Damianovic kuratierte Ausstellung Radical Busts der österreichischen Künstlerin Marianne Maderna als Anlass, um die Relevanz und Aktualität feministischer Repräsentationsdiskurse im Kontext von Universität und Gesellschaft zu thematisieren.

Veranstaltung im Rahmen des 650-Jahr-Jubiläums der Universität Wien im Opens external link in new windowProgrammschwerpunkt „Geschlechtergerechtigkeit“ mit Unterstützung der Vienna Insurance Group. 

Termin: 17.04.2015, 13.00-18.00 Uhr
Ort: Kleiner Festsaal der Universität Wien (1. Stock, Stiege 1/Lift: Stiege 3), Universitätsring 1, 1010 Wien

Opens external link in new windowZum Nachbericht (uni:view)

Programm

13:00 Uhr: 

Grußworte: VR Christa Schnabl, Universität Wien / Einführung: Sigrid Schmitz, Universität Wien

13:30-14:45 Uhr: 

Gabriella Hauch, Universität Wien: Zukunft braucht Vergangenheit. Repräsentation als Vergegenwärtigung - Zur Perspektive der Frauen- und Geschlechtergeschichte 

Die Universität Wien feiert im Jahre 2015 ihr 650 Jahr Jubiläum. Für Frauen allerdings handelt es sich dabei um ein 118 Jahr Jubiläum, denn erst 1897 wurden Frauen an der Philosophischen – als erster  Fakultät – zu ordentlichen Universitätsstudien zugelassen. Ausgehend von der Repräsentation/Reflexion dieses Faktums im Universitäts-Jubiläumsreigen 2015 wird das ambivalente Verhältnis von Erinnern – Dokumentieren – Vergessen von Frauen im Rahmen verschiedener Öffentlichkeiten der Bürgerlichen Moderne thematisiert. Dabei wird deutlich, dass das Thema Ein- beziehungsweise Ausschluss von Frauen aus der Alma Mater, aus verschiedenen Akademischen Qualifikationen und Positionen seit 150 Jahren die Gemüter bewegt – ganz im Gegensatz zu der hegemonialen Männlichkeit der Institution, wie sie im Arkadenhof repräsentiert wird.

Moderation: Sigrid Schmitz, Universität Wien

15:00-16:15 Uhr

Nikita Dhawan, Universität Innsbruck: (Im)Possible Politics: The Representation of Violence and the Violence of Representation

(Vortrag in englischer Sprache)

At the heart of functioning of democracy and justice is the question of representation, namely, who is heard and who is silenced, who speaks on behalf of whom. In order to overcome marginalization of vulnerable individuals and groups and to facilitate their participation in economic, political and social structures and processes, the 'normative violence' exerted by exclusionary discourses must be undone through the recovery of silenced perspectives. However, when speaking itself is anchored in structures and histories of domination, then any attempts to reinstate 'silenced voices' risks betraying and neutralizing the untranslatability of their experience. Representation as an act of reading of silences is thereby fraught with dangers of producing anew regimes of exclusions and forms of violence. Counter-discourses themselves risk silencing those in whose name they claim to speak. The talk will address the (im)possible politics of representation.    

Moderation: Brigitte Bargetz, Universität Wien

16:30-17:45 Uhr: 

Anna Babka, Universität Wien: Ambivalenzen einer Politik der Sichtbarkeit (radical representations!?). Drei Szenen zu Radical Busts von Marianne Maderna

Entlang dreier der von Marianne Maderna als radical busts re-präsentierten und inszenierten Frauen(-figuren) eröffnet der Vortrag drei Perspektiven als Szenen/Szenarios einer Politik der Sichtbarkeit und ihrer Ambivalenzen: Szene 1: Mary Shelley oder Repräsentation von Frauen in Texten von Frauen; Szene 2. Sappho oder die Stimme der Differenz; Szene 3: Virginia Woolf oder "wie" schreiben? Impulsgebend wirken auch Madernas Gedichte, die sie ihren Büsten "auf den Leib geschrieben" hat. Szene 1 widmet sich Mary Shelleys Frankenstein oder der moderne Prometheus, drei Themenkomplexe fokussierend, nämlich Muttersein, die schreibenden Frau und die Autobiographie.Szene 2 reflektiert auf die Dichterin Sappho, die, ihrer Zeit voraus, "anders" war und "anders" schrieb, die, gleichsam als Stimme in/der Differenz, die Grenzen des Erwartbaren überschrieb. Szene 3 versucht entlang einiger der wichtigsten Leitgedanken Virginia Woolfs und im Hinblick auf wichtige politische Faktoren, wie Handlungsfähigkeit und Sichtbarkeit, eine Annäherung an die Frage des Schreibens der Frauen im Gegensatz zum "Geschriebensein" der Frauen.

Moderation: Angelika Baier, Universität Wien

18:00 Uhr

Stehempfang und Rundgang durch die Ausstellung RADICAL BUSTS von Marianne Maderna (Arkadengang)

Programmende: ca. 20.30 Uhr

Organisation 

Sigrid Schmitz, Katrin Lasthofer (Referat Genderforschung)

Vortragende und Moderatorinnen

  • Anna Babka, Assoz. Prof.in Dr.in,  Institut für Germanistik der Universität Wien
  • Angelika Baier, Dr.in, Institut für Germanistik der Universität Wien
  • Brigitte Bargetz, Univ.-Ass.in Dr.in, Institut für Politikwissenschaften der Universität Wien
  • Nikita Dhawan, Univ.-Prof.in Dr.in, Institut für Politikwissenschaft der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
  • Gabriella Hauch, Univ.-Prof.in Dr.in, Institut für Geschichte der Universität Wien, Leitung der AG „Geschlechtergerechtigkeit“ im Rahmen des 650-Jahr-Jubiläums der Universität Wien
  • Sigrid Schmitz, Dr.in habil., Universität Wien, Wissenschaftliche Leiterin des Referats Genderforschung und Professorin Gender Studies bis 2/2015
Kontakt

T: +43-1-4277-18452


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