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Re:reading Freud (30.04.2009)

Im Rahmen des Projektes "Freud revisited" fand Ende April 2009 die sehr gut besuchte Tagung "Re:reading Freud. Poststrukturalistische, postfeministische und postkoloniale Ansätze am Beginn des 21. Jahrhunderts" an der Universität Wien statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Referat Genderforschung in Kooperation mit dem Institut für Germanistik unter der wissenschaftlichen Leitung von Anna Babka und Marlen Bidwell-Steiner.

Die Vortragenden stellten spannende Re-Lektüren und theoretische Positionen entlang zentraler Konzepte wie Trieb/Wunsch/ Begehren, Ödipuskomplex/Penisneid/Phallus oder Fetischismus/ Kastrationsangst vor.

Die interdisziplinären Beiträge und Respondenzen kamen von Anita Dietrich-Neunkirchner, Ortrun Hopf, Ulrike Kadi, Brigitta Keintzel, Eva Laquièze-Waniek, Bettina Mathes, Dorothea Nosiska und Brigitte Schmid-Siegel. Die Kulturwissenschafterin Elisabeth Bronfen konnte für die Abend-Lecture gewonnen werden. Ihr Vortrag stand unter dem Titel "Shakespeare´s Kaufmann von Venedig. Eine Lektüre mit Freud und durch Freud, revisited".

Anna Babka, die Freud ursprünglich "über Umwege" der poststrukturalistischen Theorie, im speziellen der Gender und Postcolonial Studies rezipiert hatte, freute sich besonders über die Vielstimmigkeit der Tagung. "Es war spannend, aufregend und auch kontroversiell – mehr kann ich mir als Veranstalterin gar nicht wünschen! Freud hat uns allen – den so genannten Theoretiker- Innen wie den PraktikerInnen – die Grenzen dieser Abgrenzung aufgezeigt", ist die Germanistin überzeugt. "Die Vorträge waren untereinander inhaltlich recht gut anschlussfähig", resümiert auch Ortrun Hopf, Ausbildungskandidatin zur Psychoanalytikerin und Dissertantin am Institut für Philosophie. "Obwohl vorab gar nicht abgesprochen, wurden manche Gedanken in anderen Vorträgen noch einmal aufgegriffen beziehungsweise weiter gedacht. Im Austausch mit anderen ergaben sich auch inhaltlich neue Perspektiven!"

Das Vorhaben de Veranstalterinnen, Freuds Einfluss auf die Theoriebildung des 21. Jahrhunderts auszuloten und den Dialog darüber an der Universität Wien zu forcieren, scheint geglückt.

Das Projekt "Freud revisited" wurde mit Unterstützung durch die Sigmund- Freud-Privatstiftung/ das Sigmund-Freud-Museum Wien realisiert.

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