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GENDER TALKS: Persson Perry Baumgartinger: TransGender Studies – eine Einführung (12. Juni 2014, 18 Uhr)

Der Vortrag gab eine Einführung zu Entstehung und Entwicklung der TransGender Studies, stellte verschiedene Forschungsansätze vor und fragte kritisch nach ihren Ein-/Ausschlüssen und einer un/möglichen Disziplinierung in die "Academia".
Vortragender in weißem Hemd und Brille am Redner_innen-Pult

P. P. Baumgartinger (Foto: RGF)

 

TransGender Studies sind ein relativ junger Forschungsansatz, der sich im angloamerikanischen Raum Ende der 1980er parallel zu den Queer Studies entwickelte. Während sie sich im US-Kontext nach und nach etablieren, Institute und eigene Fachzeitschriften entstehen, verläuft die Entwicklung in Österreich langsamer. 

Als emanzipatorischer Ansatz haben sie sich gegen eine transfeindliche, pathologisierende und kriminalisierende Wissenschaftspraxis in Medizin, Recht und Psychiatrie, aber auch in feministischen Theorien herausgebildet. Sie bauen wesentlich auf der langjährigen politischen Arbeit von Trans*Aktivist_innen und Akteur_innen anderer sozialer Bewegungen auf und können als politisches Projekt angesehen werden. Zentrale Ansatzpunkte der inter- und transdisziplinären TransGender Studies sind: Geschlecht (auch das körperliche) als machtvolle Konstruktion aufzudecken, Pathologisierung und staatlich verlangte medizinische Eingriffe im Sinne einer heteronormativen Geschlechterordnung zu kritisieren, den strukturellen Ausschluss von Geschlechtervielfalt in Frage zu stellen, die körperlichen Dimensionen von Geschlechtsüberschreitungen und Trans*Identifikationen anzuerkennen.

Persson Perry Baumgartinger ist Wissenschafter, Lektor, Trainer und Coach mit Forschungsschwerpunkten zu Queer Linguistics, Transgender Studies und Kritischer Diskursanalyse. Derzeit ist er Gastwissenschafter am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität zu Berlin und Visiting Fellow am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bern. 2011-2013 war er Teil des Graduiertenkollegs  Geschlecht als Wissenskategorie" der HU Berlin. Seine multidisziplinäre Dissertation zu „staatlicher Regulierung von Geschlecht als Zweigeschlechterkonstrukt“ schreibt er an den Instituten für Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie für Angewandte Sprachwissenschaft der Universität Wien.

Publikationen im Bereich TG Studies (Auswahl):

  • Mittendrin: kritische Analyse im Spannungsfeld von Machtverhältnissen der staatlichen Regulierung von Trans* in Österreich. In: von Unger et al. Forschungsethik in der qualitativen Forschung: Reflexivität, Perspektiven, Positionen. VS-Verlag, Wiesbaden (i. Ersch.)
  • Trans*Bewegung Vergessen Erinnern. Die Anfänge der aktuellen Trans*Bewegung in Österreich. In: Guggenheimer et al.: "When we were gender..." Geschlechter und Gedächtnis in den Gender Studies, Queer-Theorien und feministischen Politiken. transcript, Bielefeld 2013 (für Verein ][diskursiv)
  • Die TransBewegung der 1990er Jahre in Österreich, Verein ][diskursiv, Wien 2011
  • TransPersonen am österreichischen Arbeitsmarkt, Verein ][diskursiv, Wien 2008 (gem. mit Vlatka Frketić)

Der Vortrag ist der Auftakt zum Workshop "TransGender Studies - Eine Austausch am 13./14. Juni 2014 in Wien.

Moderation: Dr.in Katharina Wiedlack

Eine Veranstaltung des Referats Genderforschung der Universität Wien in Kooperation mit dem Opens external link in new windowVerein ][diskursiv.

Dateien:
GenderTalks_Flyer_Trans_01.pdf (142 K)
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