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Sylvia Plath (von Petra Polak)

Geboren am 27. Oktober 1932 in Boston, MA.
Gestorben am 11. Februar 1963 in London.

Sylvia Plaths biographische Ausarbeitungen zeigen einen starken Einfluss ihres sozialen Umfelds auf Plaths Person selbst. So soll das biographische Material als Narration verstanden werden, welche mehr Bezug auf Plaths Leben, mit all seiner sozialen Beschaffenheit nimmt, als auf Plaths lyrische wie prosaische Werke. Diese repräsentationskritische Einschränkung soll die gesellschaftliche Einbettung und Verbindung Plaths mit den Personen in ihrem Leben (explizit Sylvia Plath und ihr Ehemann Ted Hughes) in den Vordergrund stellen, für welche sie posthum bekannt wurde.

Die Bedeutung der Lyrikerin Sylvia Plath wurde erst nach ihrem Tod 1963 erkannt. Plath war eine erfolgreiche Schülerin und Studentin und erhielt 1950 ein Stipendium, das von der bekannten Romanautorin Olive Higgins Prouty, die ihre Freundin und Förderin wurde, gestiftet worden war. Mit Beginn dieser Zeit verfiel Plath in depressive Zustände, die mit "Elektroschocks” behandelt werden sollten. 1953 unternahm sie einen Selbstmordversuch und wurde in eine Klinik eingewiesen. Auf einer Studienreise nach England lernt sie den jungen Schriftsteller Ted Hughes kennen und heiratet diesen am 16.6.1956. Beide sahen ihre Ehe als eine Möglichkeit, sich gegenseitig literarisch zu unterstützen. Erst nach Plaths Ableben wird deutlich, dass es Hughes war, der von dieser Verbindung profitierte. Explizit durch postume Tagebuchveröffentlichungen und Überarbeitungen ihrer Lyrik.

Ein Jahr später gehen sie in die USA, wo Plath am Smith College lehrt. Sie muss erkennen, dass das Universitätsleben sie von der Literatur fernhält: Hughes und Plath siedeln nach England über, wo 1960 die Tochter Frieda Rebecca geboren wird. 1961 hat Plath eine Fehlgeburt. Um Kinderversorgung und Schreiben zu vereinbaren, zieht die Familie nach Devon, wo Plath an ihrem Roman "The Bell Jar [Die Glasglocke]” arbeitet. Nach der Geburt ihres Sohnes Nicholas Farrar (1962) hat sie noch weniger Zeit zum Schreiben; Ted Hughes verlässt die Familie und willigt entgegen Sylvias Hoffnung in die Scheidung ein. Sie vermutet, dass Hughes von der Häuslichkeit abgestoßen war und in London seinen wachsenden Ruhm genießen wollte und erkennt, dass während ihrer Ehe ihre eigene Arbeit zu kurz gekommen war.

In diese Zeit nach der Trennung fällt eine intensive Schaffensphase. Der Optimismus hält jedoch nicht an: Im Dezember zieht sie mit ihren Kindern wieder nach London und erwägt, sich in psychiatrische Behandlung zu begeben. Dazu kommt es nicht mehr: Am 11. Februar 1963, im Alter von 30 Jahren, bringt sie sich mit Gas um.

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